Archiv

  • Bürgerversammlung 2013 — Infostand der Ehrenamtsagentur:

    Am 10.Juni 2013 fand eine Bürgerversammlung im Stiftstheater des Wohnstifts Augustinum statt. Vor Beginn der Veranstaltung konnten sich die Bürgerinnen und Bürger 1½ Stunden lang im Foyer über städtische Bauvorhaben im Stadtbezirk informieren. Außerdem waren einzelne Einrichtungen und Initiativen präsent – darunter selbstverständlich auch die Ehrenamtsagentur. Die meisten Besucher/innen nahmen unsere am Eingang angebotenen Flyer gerne mit und viele sind, unserem Hinweis folgend, auch zu unserem kleinen Stand gekommen. Dort gab es weiteres Informationsmaterial und es kam zu vielen guten Gesprächen über das bürgerschaftliche Engagement im Stadtbezirk. Positiv war dabei auch das offensichtlich zunehmende Interesse des männlichen Geschlechts, denn in puncto Ehrenamt sind leider immer noch die Frauen deutlich in der Mehrheit.
    Eine besondere Freude war es für uns, dass selbst unser neuer Oberbürgermeister Fritz Kuhn Näheres über unsere Arbeit erfahren wollte (s. Foto rechts). Das Team der Ehrenamtsagentur hofft nun auf eine nachhaltige Resonanz, um noch viele weitere Freiwillige gewinnen zu können, die sich vor Ort für ein gutes soziales Miteinander einbringen möchten.

    Beim Flyer–Verteilen
    mit OB Fritz Kuhn am Stand

  • Gesucht und gefunden: Helfer/innen für den Amphibienschutz

    Der Stadtbezirk Sillenbuch gehört zu den besonders attraktiven Wohnbezirken in Stuttgart. Da gibt es eine sehr gute Infrastruktur, aber auch viele Wälder, äcker und Wiesen, dazu wunderschöne Gärten – und allerlei Tiere. Darunter sogar die unter Naturschutz stehenden Bergmolche und Erdkröten. Diese hübschen und nützlichen Tiere sind leider sehr gefährdet: Sie kehren im Frühjahr zum Ablaichen auf den immer gleichen Wegen zu ihren angestammten Gartenteichen zurück, auch wenn sie dabei eine für sie sehr gefährliche Straße überqueren müssen oder die im Weg stehende Mäuerchen nicht überwinden können.

    Die beiden schon bisher in der Eichenparkstrasse aktiven Tierschützerinnen hatten sich Ende Februar an die Ehrenamtsagentur gewandt und um personelle Verstärkung für den hiesigen Amphibienschutz gebeten. Wir konnten dazu zeitnah zwei Artikel in der lokalen Presse („WILIH“ und „s‘Blättle“) veröffentlichen. Daraufhin haben sich binnen Kurzem viele Tierliebhaber/innen bei uns gemeldet, so dass ein großes und gutes Team zustande kam. Wie uns mitgeteilt wurde, konnten bei der diesjährigen Aktion am Eichenpark rund 613 Erdkröten und ca. 350 Bergmolchen das Leben gerettet werden — ein schöner Erfolg für Mensch und Tier!

    Fotos: Ermert


  • Leihgroßeltern–Treffen am 28. Februar 2013 im Bezirksrathaus Sillenbuch

    Die Ehrenamtsagentur Sillenbuch baut seit einigen Jahren sehr aktiv und erfolgreich ihr Netzwerk von Leihgroßeltern aus, was auf Stadtbezirksebene in Stuttgart einmalig ist.

    Dass es sich um eine sehr schöne und gewinnbringende ehrenamtliche Aufgabe handelt, die beiden Seiten viel Freude bereitet, wurde beim Leihgroßeltern–Treffen Ende Februar im Bezirksrathaus deutlich. Einige der zurzeit aktiven Leih–Omas und –Opas trafen sich zum gemeinsamen Austausch rund um das Thema Leihgroßeltern. Es war eine sehr nette und informative Runde.

    Die aktiven Leihgroßeltern berichteten begeistert von ihrer Rolle innerhalb „ihrer“ Familie. Bei allen Leih–Enkeln fehlen die Großeltern vor Ort und fast alle Mütter sind erwerbstätig. Die Eltern freuen sich über eine zeitweilige Entlastung und der enge Kontakt gerade zu älteren Bezugspersonen ist für die Kinder sehr wertvoll. Doch es ist auch eine Bereicherung für die andere Seite, wie uns die anwesenden Leih–Omas und ein Leih–Opa teilweise mit einem Leuchten in den Augen berichteten. Das kindliche Verhalten, die Begeisterung und Neugierde miterleben zu dürfen, das tue einfach gut. Und wenn man dann noch dem kleinen Leihenkel aus der eigenen Erfahrung etwas beibringen kann, mache das einen glücklich.

    Die Aufgaben sind vielfältig: Sie reichen vom Abholen von der Kita, Zeit auf dem Spielplatz verbringen, Vorlesen, gemeinsamem Singen, bei den Hausaufgaben unterstützen bis hin zum „ins Bett bringen“. Die jeweiligen Aufgaben haben die Leih–Großeltern mit den Familien besprochen. Dabei können sie durchaus ihre eigenen Vorlieben einbringen. Das zeitliche Pensum lässt sich durchweg mit den persönlichen Wünschen der Leihgroßeltern in Einklang bringen. Auch ein gelegentliches „Nein“ von Seiten der Leih–Großeltern werde von den Familien selbstverständlich akzeptiert.

    Sehr positiv wurde über den meist schönen und persönlichen Kontakt zu den Eltern bzw. der ganzen Familie berichtet. Man gehöre quasi zur Familie, kann sich aber bei Bedarf natürlich auch mal zurückziehen. In einem abwechslungsreichen Gespräch wurden viele subjektiven Erfahrungen und Fragen eingebracht, z. B.: dass die Kinder nach der Kita eine kleine Ruhephase brauchen, ob sie auf Bäume klettern dürfen, welche Ausdrücke man ihnen durchgehen lässt, was man sich bei langweiligen Wegen einfallen lassen kann, welche besonderen Aspekte man bei Flüchtlingsfamilien berücksichtigen sollte u.v.a.m. Immer wenn es um pädagogische Fragen ging, war für die Anwesenden klar: Erziehung gehöre nicht zu den Aufgaben der Leih–Omas und Opas. Aber: Sie dürfen natürlich Grenzen setzen. Da es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, komme meist sehr viel Anerkennung und Dankbarkeit in besonderer Form zurück, wie selbst gebackener Kuchen, gemalte Bilder, kleine Geschenke, liebe Worte und andere persönliche Aufmerksamkeiten. Wichtig zu wissen war ferner für unsere Leihgroßeltern: Alle Leih— Oma und — Opas, die über die Ehrenamtsagentur vermittelt werden, sind nach wie vor haft– und unfallversichert.

    Die Ehrenamtsagentur konnte zwar bereits sehr vielen Familien Leihgroßeltern vermitteln, aber es liegen noch weitere Anfragen vor – und es kommen immer wieder neue dazu. Wenn auch Sie Zeit und Interesse für diese überaus erfreuliche Aufgabe haben, melden Sie sich bitte unverbindlich bei der Ehrenamtsagentur Sillenbuch. Wir finden sicher die passende Familie für Sie! Terminabsprachen bitte unter Tel. 44 29 27 oder 216–60 885, via Email: ehrenamtsagentur-sillenbuch@t-online.de bzw. einfach direkt über den Kontakt auf dieser Homepage.


    Text und Foto: Steffi Konrad



  • Projekt "Leih–Oma und –Opa" – für einen kinderfreundlichen Stadtbezirk


    Lea wird nach der Musikschule von ihrer Leih–Oma abgeholt

    Nicht alle Kinder in unserem Stadtbezirk haben es so gut, dass sie über ein weitreichendes Familiennetzwerk mit Oma und Opa an ihrem Wohnort verfügen. Doch auch diese Kinder haben Eltern, die ab und zu mal eine kleine Auszeit für Einkäufe und dergleichen nehmen möchten. Auf der anderen Seite gibt es bestimmt noch einige Mitbürger/innen, die bereit sind, diese Familien hin und wieder zu unterstützen – sei es, weil sie keine eigene Familie haben, weil ihre Kinder/Enkel nicht in der Nähe wohnen oder einfach, weil es sehr viel Freude bereitet, (Leih–)Oma bzw. Opa sein zu können.
    Die Ehrenamtsagentur Sillenbuch möchte deshalb gerne ein kleines Netzwerk für Leih–Omas und –Opas im Stadtbezirk aufbauen: Melden Sie sich bei uns, wenn Sie sich als Mutter, Vater oder Familie eine Unterstützung durch eine Leih–Oma oder einen Leih–Opa wünschen. Kommen Sie zu uns, wenn Sie eine solche Aufgabe übernehmen möchten: Beispielsweise mal ein Kind vom Kindergarten abholen. Oder zwei Stunden spielen oder aus einem spannenden Buch vorlesen. Oder abends mal Babysitten. Je mehr Interessenten sich melden, desto besser kann die Ehrenamtsagentur vermitteln, wer zu wem passt.



  • „Bürgerschaftliches Engagement im Stadtbezirk Sillenbuch” – Runder Tisch am 02. Mai 2012

    Der Bezirksvorsteher, Herr Peter–Alexander Schreck, und die Ehrenamtsagentur Sillenbuch hatten die Vertreter/innen der im sozialen Bereich tätigen Einrichtungen ins ev. Gemeindehaus Alt–Heumaden eingeladen zu einer Gesprächsrunde über das bürgerschaftliche Engagement im Stadtbezirk Sillenbuch.
    Leider hatte Herr Schreck seine Teilnahme kurzfristig wegen Krankheit abgesagt. Frau Haag vom Team der Ehrenamtsagentur verwies eingangs auf die letzte Bürgerumfrage des Statistischen Amtes der Stadt Stuttgart: Demnach engagieren sich ehrenamtlich 23% aller Volljährigen, 33% gaben an, sie wären bereit, eine ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen. Danach berichtete sie über die Beratungstätigkeit und die Presse– und Öffentlichkeitsarbeit des Teams.
    Anschließend wurden die einzelnen Einrichtungen vorgestellt und erläutert, wie viele Freiwillige zurzeit dort aktiv sind: Bei den ev. Kirchengemeinden in Heumaden und Sillenbuch, in der neuapostolischen Kirche, beim Arbeitskreis Flüchtlinge Heumaden–Sillenbuch, in der Kontaktgruppe Asyl einschl. dem Projekt „Mentoren für Jugendliche“, bei der Stiftung Jugendhilfe Aktiv, in der Ott–Goebel–Jugend–Stiftung, bei der Mobilen Jugendarbeit, in den beiden Besuchsdiensten, in der Nachbarschaftshilfe Sillenbuch–Riedenberg, bei „Kultur bei uns“ und im Augustinum. – Das Team der Ehrenamtsagentur freute sich, dass hier sehr häufig auf erfolgreiche Vermittlungen durch die Ehrenamtsagentur hingewiesen wurde.
    Aus dem Gespräch ging klar hervor, wie wichtig das bürgerschaftliche Engagement für ein gutes soziales Miteinander ist, dass hier vielfältige Hilfen geleistet werden, die anders gar nicht möglich wären, und dass die Ehrenamtlichen ihre Aufgabe in der Regel mit Freude wahrnehmen. Oft wurde betont, man würde sich sehr über Verstärkung freuen. Weitere Punkte waren die häufig erwünschte Einbindung der Freiwilligen in eine Gruppe, Fortbildungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche, eine bessere Vernetzung der Einrichtungen u.a.m.
    Allgemein wurde es als positiv empfunden, dass mit diesem Runden Tisch Gelegenheit geboten wurde, miteinander ins Gespräch zu kommen. Vorgeschlagen wurden weitere Gesprächsrunden z.B. im Bereich Kinder und Jugendliche, bei denen dann auch andere Gremien wie etwa die Kinder– und Jugendkonferenz eingebunden werden sollen. Mit großer Mehrheit befürworteten die Anwesenden ein erneutes Treffen in ca. einem Jahr. Die Ehrenamtsagentur wird versuchen, dies in die Wege zu leiten.


    Foto: C. Meinshausen
  • Endlich: Mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel für unseren Stadtbezirk – ehrenamtliches Engagement macht es möglich!

    Ehrenamtsagentur und Bürgerverein Riedenberg–Sillenbuch luden am 28. September 2011 zum Pressegespräch

    Seit Jahren hat der Bezirksbeirat Sillenbuch eine mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel für den Stadtbezirk beantragt und für das Gerät einen Zuschuss von 1.000 € bewilligt. Nachdem der Bürgerverein Riedenberg–Sillenbuch im Juli 2010 die Trägerschaft für die Tafel übernommen hatte, konnte diese angeschafft werden. Für einen dauerhaften Einsatz fehlte aber das Personal für die Betreuung der Tafel.

    Dank der Kooperation des Bürgervereins Riedenberg–Sillenbuch mit der Ehrenamtsagentur konnte das Projekt nun endlich realisiert werden: Mit Hilfe der Ehrenamtsagentur wurde ein kompetentes Team zusammengestellt und vonseiten des Bürgervereins konnte Herr Ulrich Storz als Projektbeauftragter gewonnen werden.

    In seinen einleitenden Worten dankte der stellvertretende Bezirksvorsteher Hans Peter Klein dem Bürgerverein und der Ehrenamtsagentur für ihre erfolgreiche Arbeit. Es sei sehr erfreulich für den Stadtbezirk, dass die Tempotafel nun langfristig eingesetzt werden könne. Corinna Schröder–Hafemann, Vorsitzende des Bürgervereins Riedenberg–Sillenbuch, bezeichnete es als bisher einmalig in Stuttgart, dass ein Stadtbezirk über eine „eigene“ Tempotafel verfüge. Frauke Haag, Sprecherin der Ehrenamtsagentur, erklärte, durch das breite Netzwerk der Agentur sei es gelungen, in sehr kurzer Zeit mehrere ehrenamtliche Helfer für das Projekt zu finden. Von großem Vorteil für das Projekt sei ferner der Versicherungsschutz über die Ehrenamtsagentur. Ulrich Storz informierte die anwesenden Pressevertreter über Einzelheiten der ihm und seinen sieben Kollegen übertragenen Aufgaben, von der Standortauswahl, den technischen Aspekten bei der Installation bis zur Auswertung der Messergebnisse. Die Tafel soll wöchentlich umgehängt werden, zunächst vorrangig im Umfeld von Kindergärten, Schulen und Einrichtungen für Senioren. Soweit die örtlichen Gegebenheiten es zulassen, werde man aber auch gerne Standortwünsche von Bürgern aufgreifen. Ansprechpartner sind Ulrich Storz und Hans Peter Klein im Bezirksamt Sillenbuch (Tel. 216–4907).

    Alle am Projekt Beteiligten erwarten positive Auswirkungen auf das Verkehrsverhalten. Viele Autofahrer würden künftig langsamer fahren, wenn sie auf der Tafel sehen, dass sie schneller unterwegs sind als sie meinen. Mit der Auswertung der Messergebnisse könne man außerdem gut nachweisen, wo zu schnell gefahren wird, und gegebenenfalls bei der Stadt das Aufstellen eines Blitzgeräts beantragen.

    Die Ehrenamtsagentur Sillenbuch ist sehr glücklich darüber, dass die Betreuer in der kommenden Woche mit der Installation beginnen und wünscht ihnen und dem Stadtbezirk nachhaltigen Erfolg! Wir würden uns freuen, wenn der eine oder andere dieses Projekt zum Anlass nimmt, einfach mal donnerstags bei uns vorbeizuschauen. Helfende Hände sind immer willkommen – auch für andere interessante Aufgaben innerhalb unseres Stadtbezirks. Denn: ehrenamtliches Engagement macht vieles möglich!

    Die Beratungszeiten sind immer donnerstags von 15 bis 17 Uhr (außer in den Schulferien) im Bezirksrathaus, Aixheimer Straße 28, Sillenbuch, Telefon 216–8360.

    Darum ging's... bei der technischen Einweisung am 23.09.2011 und beim Pressegespräch am 28.09.2011
  • Ehrenamtsagentur beim Sillenbucher Sommerfest aktiv vertreten

    Ende Juni 2011 war die Ehrenamtsagentur Sillenbuch wieder aktiv auf dem Sommerfest der Sillenbucher Meile vertreten. Mit einem kleinen informativen Stand, der sich in sehr guter Lage befand, hatte sich unser Team bei sonnigem Wetter das Ziel gesetzt, das Interesse der Besucher an den Möglichkeiten ehrenamtlicher Tätigkeit im Stadtbezirk und unserer Arbeit zu wecken. Dafür bereiteten wir Flyer und Schautafeln vor, die zeigten, wie vielfältig und abwechslungsreich unser Angebot ist.
    Einige Standbesucher kannten die Ehrenamtsagentur bereits aus der Lokalpresse oder über Flugblätter, andere wollten mehr über unsere Arbeit und die Möglichkeit der Mitarbeit wissen. Wir freuen uns, wenn der eine oder andere an einem der nächsten Donnerstage ein Beratungsgespräch bei uns im Bezirksrathaus wahrnimmt. Es hat sich auf alle Fälle wieder gelohnt, beim Sillenbucher Sommerfest dabei zu sein.

    S. Konrad

  • Dreiteilige Serie im "Stuttgarter Wochenblatt" über ehrenamtlich Engagierte im Stadtbezirk Sillenbuch

    den Artikel über Frau A. Merker im "Stuttgarter Wochenblatt" vom 09.12.2010 finden Sie hier
    den Artikel über Frau I. Hoffmann im "Stuttgarter Wochenblatt" vom 16.12.2010 finden Sie hier
    den Artikel über Frau S. Konrad im "Stuttgarter Wochenblatt" vom 22.12.2010 finden Sie hier
    Quelle: Stuttgarter Wochenblatt

  • 5 Jahre Ehrenamtsvermittlung im Stadtbezirk Sillenbuch

    Artikel über die Ehrenamtsagentur im WILIH vom 27.4.2010.
    Pressegespräch der Ehrenamtsagentur am 19.04.2010
    Artikel über die Ehrenamtsagentur im s'Blättle vom 30.4.2010
    Artikel über die Ehrenamtsagentur im Stuttgarter Wochenblatt vom 29.4.2010
    Artikel über die Ehrenamtsagentur in der Stuttgarter Zeitung vom 21.4.2010


  • Artikel über die Ehrenamtsagentur im “Blättle“ vom 18.12.2009

    Den Artikel aus dem “Blättle“ finden Sie hier.

  • Besuch bei der Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt

    Ende Juli besuchten wir die Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt (AGDW) in der Schemppstraße. Thema des Gesprächs war in erster Linie das Projekt „Mentoren für Jugendliche“ (MefJu). Frau Küllmer (Projektleiterin) und Frau Straile (Initiatorin des Projekts) berichteten in einem kurzen Rückblick von vielen kleinen und großen Erfolgen. Sorgen bereitet die zur Zeit noch ungewisse weitere finanzielle Unterstützung der Stadt Stuttgart – und eine Warteliste von Jugendlichen, die eigentlich möglichst schnell Hilfe bräuchten.
    Unsere Agentur konnte schon viele offensichtlich sehr geeignete Mentorinnen und Mentoren an die AGDW vermitteln und das möchten wir gerne fortsetzen. Deshalb: Wenn auch Sie sich vorstellen können, ehrenamtlich als Mentor/in sozial benachteiligten Jugendlichen aus unserem Stadtbezirk zu helfen, dann melden Sie sich doch bitte bei uns. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!





    Beraterinnen der Ehrenamtsagentur ...



    Helga Straile, Initiatorin von MefJu und Gisela Küllmer, Projektleiterin


    ... beim Datenabgleich


    G. Ermert (Fotos)

  • Ehrenamtsagentur Sillenbuch beim Sommerfest der Sillenbucher Meile

    Auch in diesem Jahr präsentierte sich die Ehrenamtsagentur wieder auf dem traditionellen Sommerfest der Sillenbucher Meile. Am Sonntag, dem 28.06.2009 reihte sich das Team der Ehrenamtsagentur mit einem kleinen Stand in die Reihe der Sillenbucher Aussteller ein. Bei strahlendem Sonnenschein informierten sich viele Besucher auf Schautafeln über verschiedene Möglichkeiten, sich im Stadtbezirk ehrenamtlich zu engagieren. Einige waren durch Artikel in der Lokalpresse oder über Flyer bereits auf die Ehrenamtsagentur aufmerksam geworden. Manche wollen die Gelegenheit nutzen, sich an einem der nächsten Donnerstage bei der Beratung im Bezirksrathaus näher zu informieren. Von jüngeren Leuten über Personen, die bald in Ruhestand treten bis hin zu Älteren – alle Altersklassen waren unter den Interessenten vertreten.

    Wir freuen uns über die zahlreichen Interessenten und hoffen auf viele Besuche in unseren Beratungen!





    K. Haug (Text) und G. Ermert (Fotos)

  • Ute Kumpf, MdB, besucht die Ehrenamtsagentur in Sillenbuch

    Das Team der Ehrenamtsagentur hatte sich schon vor längerer Zeit um ein Gespräch mit Frau Ute Kumpf bemüht, denn sie ist auf der bundespolitischen Ebene eine echte Expertin in Sachen Ehrenamt: Sie ist Sprecherin der Arbeitsgruppe „Bürgerschaftliches Engagement“ ihrer Fraktion im Bundestag und außerdem Mitglied im parlamentarischen Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“. Frau Kumpf hatte nach eigener Aussage in den letzten Jahren zwar schon rund 15 vergleichbare Einrichtungen (Freiwilligenagenturen etc.) besucht, wollte sich das gerne aber auch mal hier im Stadtbezirk Sillenbuch anschauen, also dort, wo sie sich als Bewohnerin gut auskennt.

    Nach einigen unvorhersehbaren Verschiebungen hat es nun endlich am 17. Februar 2009 mit Besuch von Frau Kumpf geklappt und so diskutierte sie mit den Mitgliedern der Ehrenamtsagentur und dem stellvertretenden Bezirksvorsteher Hans Peter Klein über das ehrenamtliche Engagement im Allgemeinen, sowie speziell im Stadtbezirk Sillenbuch.

    Zunächst berichtete Frau Kumpf über einige ihrer Aktivitäten in diesem Bereich, wobei sich rasch herausstellte, dass das ehrenamtliche Engagement sie eigentlich ihr ganzes Leben lang begleitet hat und dass sie eine wirklich glaubwürdige Vorkämpferin für das bürgerschaftliche Engagement ist. Schon in den siebziger Jahren gründete sie z.B. im Stuttgarter Osten die „Rasselbande“, eine der ersten Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren. Dort war sie ehrenamtlich als Geschäftsführerin tätig. Heute freut sich Frau Kumpf, die seit 1998 im Bundestag sitzt, über gelegentliche Besuche der inzwischen erwachsenen Rasselbande–Kinder im Bundestag. Auch als Politikerin habe sie einiges erreichen können, darunter manches, was unsere Arbeit direkt betrifft: Auf ihre Initiative hin ist 2005 ein Unterausschuss im Bundestag eingesetzt worden, der sich um die Fragen des bürgerschaftlichen Engagements kümmert. Hierbei spielt auch die Gestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Ehrenamtliche Tätigkeiten fördern schließlich das Einfühlungsvermögen in der Gesellschaft und machen diese letztlich sozialer. Allerdings, ergänzte Frau Kumpf, dürften ehrenamtliche Helfer keinesfalls benutzt werden um Stellen einzusparen, die eigentlich vom Staat oder anderen Institutionen bezahlt werden müssten.

    In den USA und in angelsächsischen Ländern sei das sogenannte Volunteering als Freiwilligendienst für junge Menschen bereits eine Selbstverständlichkeit in der Gesellschaft. Aber auch bei uns bewege sich da einiges, so etwa die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ (Jugendliche jobben jährlich Anfang Dezember für den guten Zweck), ferner die Weiterentwicklung des „sozialen Jahres“ und anderes. Der Prozentsatz derer, die auf Grund ihrer beruflichen und persönlichen Lage neu für das bürgerschaftliche Engagement gewonnen werden könne, betrage bundesweit immerhin ca. 30 % Einhellig wurde in der Runde auch festgestellt, dass man immer noch mit Vorurteilen aufräumen muss, z.B. dass man sich nicht zu schämen braucht, wenn man ehrenamtliche (unbezahlte) Hilfe in Anspruch nimmt – man solle sich vielmehr einfach darüber freuen, dass andere hin und wieder etwas Gutes tun wollen. Gerade älteren Leuten fehlt oft die Ansprache und emotionale Zuwendung ihrer Mitmenschen. Jüngeren Bürgern hingegen bleibt heutzutage aufgrund berufsbedingter Umzüge oft das eigene familiäre Umfeld verwehrt. Ersatzstrukturen wie z. B. eine Leihoma können in diesem Fall helfen, den Alltag zu meistern.

    Das Team konnte Frau Kumpf ausführlich über seine Arbeit informieren. Anhand von Vergleichszahlen aus anderen Stadtbezirken belegten wir, dass das bürgerschaftliche Engagement hier vor Ort durch unsere kleine eigenständige Agentur erheblich erleichtert und schon deutlich gestärkt wurde: Im Stadtbezirk Sillenbuch ist für jeden Interessierten etwas geboten, der sich ehrenamtlich engagieren möchte. Gemäß dem Motto „Ehrenamt auf kurzen Wegen“ können sich Personen und Einrichtungen, die Hilfe brauchen oder wünschen, an die Ehrenamtsagentur wenden. Die Mitarbeiter vermitteln als Ansprechpartner im Stadtbezirk Personen, die ehrenamtliche Aufgaben übernehmen möchten. Auf unserer komplett neu überarbeiteten Website im Internet finden Besucher aktuelle Angebote und weitere wissenswerte Informationen.

    Im weiteren Gespräch mit den Ehrenamtlichen stellte Frau Kumpf Überlegungen an, wie die Bekanntheit der Ehrenamtsagentur gesteigert werden kann, mit dem Ziel, noch mehr freiwillige Personen zu vermitteln. Die Teilnehmer entwickelten verschiedene Ansätze, um das bürgerschaftliche Engagement der Sillenbucher Ehrenamtsagentur auszuweiten.

    Das überaus informative und sehr anregende Gespräch wurde nach zweieinhalb Stunden von Frau Kumpf passend abgerundet: das afrikanische Sprichwort „man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ besage, jeder könne seine individuellen Kompetenzen in einem ehrenamtlichen Engagement einbringen und weiterentwickeln. Das A und O sei die gegenseitige Wertschätzung. Und sie zitierte gar noch Goethe: „Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich selbst.“