Berichte von ehrenamtlichen Helfern

Frau Leistner (Leihbücherei)
Herr Wiesmann (Besuchsdienst im Pflegeheim) Frau Merker als Leih–Oma
Herr Neumayer (Mathematik–Nachhilfe) Frau Hoffstadt und Frau Brenner (AK Flüchtlinge)
Frau Binder („Kultur bei uns”) Dr. Berges (AK Flüchtlinge)
Frau Schweickert („Begegnung am Nachmittag”)Frau Baedeker (Kinderhaus Heuschrecken)

Frau Ute Hoffstadt konnten wir im Juni 2007 an den AK Flüchtlinge in Heumaden vermitteln, Frau Beate Brenner im März 2008. Sie berichten:

Über unsere Arbeit mit den Vorschulkindern im Flüchtlingswohnheim in der Kirchheimer Straße

Wir, drei Frauen des AK Flüchtlinge Heumaden Sillenbuch, bieten einmal wöchentlich ein “Vorschulprogramm” an. Die meisten der drei- bis sechsjährigen Flüchtlingskinder besuchen zwar einen Kindergarten mit VÖ (= veränderte bzw. verlängerte Öffnungszeiten), d. h. sie sind nach 14:00 Uhr wieder zu Hause, aber anschließend gibt es keine Angebote mehr für sie. So holen wir die Kinder jeden Donnerstagnachmittag in der Flüchtlingsunterkunft ab und gehen mit ihnen zum nahe gelegenen Evang. Gemeindezentrum in der Bockelstraße, wo wir dann eine gute Stunde mit Basteln und Spielen verbringen. Etwas Besonderes ist jedes Jahr im Advent das Plätzchenbacken und im Sommer der Besuch der Eisdiele.

Uns fällt immer wieder auf, dass sich manche Kinder erst mal nicht viel zutrauen. Manche sind ungeschickt im Umgang mit Schere oder Buntstiften. Manche können noch nicht viel Deutsch. Und einigen fällt es schwer, sich an Regeln zu halten. Daher ist uns neben der Freude, die das gemeinsame Spiel den Kindern und uns bereitet, auch das spielerische Üben wichtig: Beim Malen werden die Farben unterschieden. Beim Ausschneiden oder Papierfalten wird die Feinmotorik trainiert, beim „Memory”-Spielen werden die auf den Kärtchen abgebildeten Gegenstände benannt. Und für den kurzen Spaziergang zum Bastelraum gilt: In der Gruppe beieinander bleiben und vor dem Überqueren der Straße am Zebrastreifen nach den Autos schauen und erst dann gehen!

Nach langen Wochen, in denen er seine Basteleien noch nicht einmal mit nach Hause nehmen wollte, ist der fünfjährige Hatji heute ganz zufrieden mit der Blume, die er aus buntem Papier ausgeschnitten und aufgeklebt hat. “Die bringe ich meiner Mama!”, freut er sich.

Die fünfjährige Vanissa, die schon so oft “Kann ich nicht!” gesagt hat, hat sich heute die Kette aus kleinen Glasperlen, die sie mit viel Ausdauer aufgefädelt hat, um den Hals gelegt. „Schön, schön!”, ruft sie und klatscht dabei freudig in die Hände.

Es sind diese kleinen Erfolgserlebnisse, die uns mit unserem Vorschulprogramm weitermachen lassen.

Natürlich freuen wir uns über jeden, der uns unterstützen möchte, denn je mehr Betreuer wir sind, desto besser können wir uns dem einzelnen Kind widmen.

Fotos: G. Ermert