Berichte von ehrenamtlichen Helfern

Frau Leistner (Leihbücherei)
Herr Wiesmann (Besuchsdienst im Pflegeheim) Frau Merker als Leih–Oma
Herr Neumayer (Mathematik–Nachhilfe) Frau Hoffstadt und Frau Brenner (AK Flüchtlinge)
Frau Binder („Kultur bei uns”) Dr. Berges (AK Flüchtlinge)
Frau Schweickert („Begegnung am Nachmittag”)Frau Baedeker (Kinderhaus Heuschrecken)

Anfang Februar 2011 konnten wir Herrn U. Wiesmann an den Weltladen in S-Heumaden vermitteln und Ende März 2011 an das ASB-Pflegeheim in der Seniorenresidenz Sillenbucher Markt. Herr Wiesmann berichtet:

Ich hatte wieder einmal einen Artikel über das Ehrenamt gelesen. Also ging ich ins Bezirksamt zur Sprechstunde der Ehrenamtsagentur. Dort haben wir mehrere interessante Vorschläge durchgesprochen. Der Weltladen in Heumaden war genau das Richtige für mich, da ich aus dem Verkauf komme und meine Fähigkeiten im Ruhestand gerne für einen guten Zweck einsetzen wollte. Leider musste der Laden wegen zu hoher Mietkosten nach kurzer Zeit geschlossen werden.

Nach nochmaliger Beratung übernahm ich eine neue Aufgabe. Im Pflegebereich der ASB-Seniorenresidenz gab es vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen. Zu der für mich zuständigen Mitarbeiterin, Frau M. Franke, hatte ich sofort einen guten Draht und ich habe mich sehr schnell eingelebt. Gedacht war an zwei Stunden einmal die Woche. Jetzt gehe ich mit Freude zweimal pro Woche zu meiner Gruppe, dienstags und donnerstags von 14.30 bis ca. 17.00 Uhr.

Dort werde ich von 6-8 Personen mit großem Hallo empfangen. Da sie selten an die frische Luft kommen, gehen wir bei schönem Wetter natürlich hinaus ins Grüne: entweder in den Eichenhain oder zum Seerosenkaffee im Augustinum, oder nebenan auf die Anlage mit dem Spielplatz. Die Rollstuhl-Patienten werden von Frau Franke und mir gefahren. Während des Spaziergangs versuche ich, die Menschen mit Fragen und Erzählen etwas aufzuheitern. Die anderen Tage sitzen wir in gemütlicher Runde bunt gemischt am großen Tisch im Aufenthaltsraum oder im Freien vor dem Eingangsbereich. Die mitgebrachten Apfelschnitze, natürlich von Bioäpfeln aus meinem Garten, heben sofort die Stimmung. Wir spielen Uno, Quartett, Domino oder Memory. Auch die im Rollstuhl sitzenden Personen beteiligen sich begeistert. Dazwischen darf natürlich auch geplaudert und gelacht werden. Ganz offensichtlich genießen es die Menschen, sich auch mal mit jemand “von draußen” unterhalten zu können.

Bei den zahlreichen jahreszeitlichen Festen und den Lieder- oder Filmnachmittagen helfe ich den gehbehinderten Personen aus allen Stockwerken zu ihrem Platz im Festsaal. Nach den Veranstaltungen bringe ich sie wieder zurück in ihre Zimmer.

Diese ganze Vielfalt macht mir bis heute riesigen Spaß.

Auch meinem ersten Engagement bin ich übrigens treu geblieben, an anderer Stelle im Stadtbezirk: in der Emmaus-Kirche in S-Riedenberg werden unter der Regie von Herrn V. Kleff alle 14 Tage nach dem Gottesdienst Eine-Welt-Produkte verkauft zu Gunsten von einem Heim für behinderte Kinder in Elim/Südafrika - und da bin ich mit Eifer und Freude dabei.



Herr Wiesmann vor dem Eingang der Seniorenresidenz


... und in geselliger Runde beim Kartenspiel im Aufenthaltsraum